Historie Aquilejia

2527 IC
 
Sigmarzeit: Graf Khalil beginnt mit den Vorbereitungen für die Expedition und lässt an drei unterschiedlichen Standorten Truppen aufmarschieren. Als Hochzeitsgeschenk will der Graf große Teile der Terra Leonis erobern und Louan angliedern. Zusammen mit Freiherr Dalan von Ilarest bereitet er sich vor, die Expedition in das unentdeckte Land zu starten und lässt in den Städten der Grafschaft anschreiben, dass Siedler gesucht werden für das Unterfangen.

Nachgeheim: Nach Monaten der Minne entscheidet sich der Kronrat von Louan gegen eine Heirat der Fürstin Marthiana und Graf Khalils. Graf Khalil ist enttäuscht von den Umtrieben, die zu seiner Missgunst geführt haben und plant, die Expedition in die Terra Leonis für sich selbst.

1. Erntezeit: Nachdem innere Unruhen nach der Absagung der Hochzeit die interne Politik des Landes erschüttert haben, konnte auch Freiherr Tiron von Haarkort davon überzeugt werden, bei der Expedition teilzunehmen. Über verschiedenen Geldgeber kauft sich der Freiherr beim Grafen ein und erhält damit das Versprechen, später im neuen Reich ein nicht unbeträchtliches Gebiet als sein Lehen zugeschrieben zu bekommen.
Auch Dalan von Ilarest hat dieses Recht erhalten und soll einen vererbbaren Titel im neuen Land sein eigenen nennen dürfen.

5. Erntezeit: Kurz vor Aufbruch der Expedition erhält Graf Khalil Kunde, dass ein alter Bekannter aus Estalia sich anschickt, die Expedition zu unterstützen. Herzog Alessandro, der in seiner Heimat lediglich als zweiter den Thron besteigen könnte und Bruder eines starken und politisch verwurzelten Thronerben ist, will sich von seinem Schicksal befreien und selbst sein Glück versuchen. Mit großen Mitteln, Golddukaten aber auch Männer und Schiffe, kauft sich der Herzog in die Expedition ein und erhält von den drei Adeligen das Recht zugesprochen, als Landesherr zu fungieren.

16. Erntezeit: Am Steuertag, den 16. Erntezeit bricht die Expedition in zwei Hauptteilen auf. Ein Teil unternimmt die Eroberung per Land. Der andere soll per Schiff in weiter entferne Gebiete vorstoßen und den Bodentruppen entgegen marschieren.

19. Brauzeit: Nach 34 Tagen und kurz vor dem Hungertod entdeckt der versprengte Schiffskonvoi Land. Abgekommen durch einen frühen Herbststurm landen die Truppen allerdings nicht, wie erhofft, in der Terra Leonis, sondern an einem weit abgelegenen Landstrich, der zunächst keinen Namen erhält.
Die übrig gebliebenen Schiffe, davon 12 herzögliche, 9 gräfliche, 9 Ilaresti und 6 harkortsche Boote, gehen an unterschiedlichen Landungsorten vor Anker und beginnen mit der Besiedlung der neuen Küste, die sich vor ihren Augen erstreckte.
Graf Khalil lässt seine Schiffe, darunter noch 3 verbliebene Estalianische Galleonen, vor einem großen Flußdelta ankern und anlanden.
Insgesamt überleben 2745 Siedler und 2484 Besatzungsmitglieder sowie 1400 Soldaten die Odyssee.

Kaldezeit: Graf Khalil lässt das erste vorläufige Fort entstehen. Von hier aus soll die Eroberung des Landes, das er Aquilejia tauft, vorangetrieben werden.
Mit ihm verbleiben 720 Siedler und rund 900 Truppen unter Waffen.

Vorhexen: Nach Wochen der Arbeit haben die ersten Erkundungstrupps die Lage rund um das Flussdelta, an denen die neue Hauptstadt entstehen soll erforscht.
Graf Khalil tauft die Hauptstadt Santiago d’Eluria.
Ende des Monats lässt der Graf drei Koggen in See stechen, die sich aufmachen sollen, um in
Estalia Siedler zu werben. Graf Khalil stellt mehrere beglaubigte Schreiben aus, die den Adeligen von Magritta und den Menschen Reichtum und neues Ansehen versprechen.

4. Nachhexen: Am 4. Nachhexen entdecken die Kundschafter, dass nahe der Hauptstadt ein großes Seegebiet sich nach Westen erstreckt. Mitten auf dem See befindet sich ein großes Bergmassiv, das aber so beschaffen zu sein scheint, dass es besiedelbar ist.
Die Späher berichten, dass sie nahe des Sees rund um die Küste des Binnengewässers eine merkwürdige Lebensform entdeckt haben. Halb Mensch halb Fisch, wird berichtet, scheint die Kreatur sowohl zu Land als auch zu Wasser zu Hause zu sein.
Die erste Begegnung endet in einem Scharmüzel, das die viel zu leicht gerüsteten und schlecht bewaffneten Eingeborenen verlieren.

Nachhexen: Ende des Monats begibt sich Graf Khalil mit einigen Gelehrten selbst an den See. Das Bergmassiv der im See gelegenen Halbinsel verspricht wichtige Rohstoffe und soll daher unbedingt besiedelbar gemacht werden. Die Gelehrten nehmen Kontakt zu den Fremdlingen auf und versuchen ihre Sprache zu ergründen. Gegen Ende des Monats, nachdem einige Geschenke zur Bekundung friedlicher Absichten überreicht worden waren, können die Gelehrten erste Erfolge vermelden.
Sie berichten, dass sich das Volk die Varr nennt und offenbar über amphibische Fähigkeiten verfügt. Der Berg ist für sie eine wichtige, religiöse Stätte, denn in unterschiedlichen Höhlensystemen unter dem Massiv legen die Wesen ihre Eier und brüten ihre Neugeborenen aus.
Ein Abkommen zwischen dem Stammeshäuptling Tar-isha Varrn und Graf Khalil legt fest, dass sich Aquilejia dazu verpflichtet, die Gebiete zu schützen. Im Gegenzug verpflichten sich die Varrn zur Gefolgschaft, erhalten als Abhumane aber ausdrücklich keine Bürgerrechte.
Die Gelehrten berichten, dass die Varr über außerordentliche Kunstfertigkeit verfügen und trotz ihres primitiven Äußeren wesentliches Wissen über die Rohstoffe der Region haben.

Jahrdrung: Zum 1. des Monats legt Graf Khalil fest, dass die neue Siedlung auf der Halbinsel des Sees Berghafen gegründet wird. Des weiteren soll hier eine Ordensburg entstehen, die zugleich dafür Sorge tragen soll, dass die neuen Bürger des Landes mit den Göttern der alten Welt vertraut werden, sodass sie schnellst möglich von ihren eigenen Götzen ablassen und als bessere Bewohner des Reiches ihre Arbeit verrichten können.

Ende des Monats kehrt Ritter Magnus von seiner Reise zurück und berichtet, unzählige Siedler aus Estalia mitgebracht zu haben.
Insgesamt kommen 22 Schiffe aus Magritta, darunter Händler, Bauern, Handwerker und Soldaten. Sie erhalten das verbriefte Bürgerrecht und besondere Vergünstigungen für ihren Wagemut. So wird den Kindern der übergefahrenen Siedlern die Wehrpflicht erlassen und die Familien müssen weniger Steuern entrichten.
Für seine Mühen erhält Magnus Schwarzenberg das Castell Santa Maria de la Verde zugesprochen, welches er verwalten soll. Hier plant er, einen Ritterorden zu etablieren, der sich an den Vorbildern seiner Heimat orientiert und der den Glauben Sigmars im Lande festigen soll.

Mitterfruhl: Am 9. des Monats entdecken die Spähertrupps, die sich mittlerweile aus Varrn und Menschen zusammensetzen, neue Ureinwohner, vor denen die Varrn bereits gewarnt hatten.
Dabei handelt es sich um eine besonders wilde Art von Zwergen, die in den Gebirgen wohnen, welche sich fast in nord-südlicher Richtung an der Westgrenze der Grafschaft erstrecken.
Insgesamt entdecken die Männer innerhalb der nächsten zwei Wochen acht Zerwegensiedlungen in der Region. Hauptstadt der Zwerge ist Karak Thalia, das am Südende der Bergausläufer liegt.
Erste Verhandlungen mit den Zwergen kommen gut voran. Denn zum Glück verfügt der Graf über zwergische Handwerker und Söldner in seinen Reihen, sodass eine Völkerverständigung hier sehr leicht scheint. Allerdings haben die Zwerge eine Vielzahl an Forderungen, um sich der Grafschaft anzuschließen. Vor allem den Sonderstatus des Freistaates kann und will der Graf nicht zugestehen.
Als Gegenleistung für die „Unterwerfung“ der Zwerge bietet Graf Khalil an, im Kampf gegen einen gefährlichen Orgerstamm an der Südküste massive Truppenunterstützung zu leisten.
Die Zwerge machen ihre Zusage von einem Sieg abhängig.

Am 23. Mitterfruhl wird der Kriegszustand ausgerufen. Alle innerhalb der Grafschaft, die fähig sind eine Waffe zu tragen und nicht durch Sonderedikt davon befreit sind, werden bewaffnet und an die Front nach Süden geschickt.
Nachdem Magnus bereits von Santa Maria de la Verde einige Vorstöße unternehmen konnte, kommen die schweren und daher langsamen Fußtruppen endlich an.
Die Oger scheinen gut organisiert und wesentlich gerissener als ihre imperialen Vertreter zu sein. So müssen die gräflichen Truppen mehrere schwere Verluste in der Schlacht hinnehmen. Insgesamt fallen rund 85 Soldaten der aquilejischen Truppen.
Zum Ende des Monats können die beiden Stämme jedoch besiegt werden, da ihre Kämpferzahl der gräflichen Truppe weit unterlegen ist.

Graf Khalil einigt sich mit dem Herrscher der Zwerge auf einen Sonderbürgerstatus. Alle Zwerge erhalten damit ausnahmslos das Kaufmannsrecht und damit besondere steuerliche Vorteile. Allerdings verpflichten sich alle Zwerge damit der Bürgerschaft und damit auch dem Dienst an der Waffe.
Mit einem großen Fest wird das Abkommen besiegelt.

1. Pflugzeit: Graf Khalil ordnet eine Volkszählung unter den Zwergen und Varrn an, um sich einen Überblick über seine neuen Bürger zu verschaffen.

2528 IC

Mitterfruhl
Gortrok Eisenfaust, Häuptling der Südlandoger erklärt Aquilejia den Krieg.

Pflugzeit
Die feindlichen Truppen greifen von See aus unterschiedliche Hafenstädte an. Munchen wird fast vollständig zerstört.

Sigmarzeit
Schlacht von Carroburg:
2500 aquilejische Soldaten treffen auf das von Süden aus angelandete Heer der Oger. Die Aquilejier werden knapp geschlagen. Das Ogerheer muss sich jedoch so lange neu formieren, dass die Umgebung von Carroburg nur kurz gebrandschatzt werden kann.

Sommerzeit
Zusammen mit dem Orden von Berghafen kann eine neu aufgestellte Streitmacht die restlichen Oger zerschlagen und einen so vernichtenden Schlag ausführen, dass die Militärführung davon ausgeht, dass sich kein Stamm davon wird erholen können.
Armee und Marine operieren dabei erstmalig koordiniert zusammen und zerstören wichtige Stammesstätten der Oger auf den südlichen Inseln.

2529 IC

Nachhexen
Die Varrn werden immer unzufriedener mit ihrem Status als Abhumane. Einige Stammesführer sprechen sich öffentlich für den Aufstand aus.

Jahrdrung
Drei Stämme der Varrn protestieren öffentlich gegen ihren Status und verlangen vollständige Bürgerrechte. Ein Versuch des Bürgermeisters, die Proteste friedlich aufzulösen mißlingt. Der Bürgermeister Hans Hammerschlag wird getötet. Ein blutiger Aufstand folgt. Graf Khalil erklärt die Varrn für Aussätzige und entsendet Truppen zur Unterstützung der Ritterschaft in Berghafen.

Mitterfruhl
Der Aufstand der Varrn wird vollständig niedergeschlagen. Insgesamt wurden rund 80 Prozent der Bevölkerung getötet oder eingekerkert.
Graf Khalil erlässt ein Dekret nachdem alle Varrn die Wahl haben, ins Exil zu gehen oder sich der Grafschaft endgültig unterwerfen müssen. Die meisten noch lebenden Varrn ziehen die Unterwerfung dem Exil vor und verbleiben in der heiligen Stätte ihrer Stämme unter Berghafen.

Pflugzeit
Neue Siedler kommen aus Estalia und der Baronie Hellendahl an.

Vorgeheim
Graf Khalil kauft von Herzog Allessandro die Städte Falk, Bitterfeld und Bern am See und eröffnet so einen Landweg Richtung Süden.
Er entsendet Truppen und Siedler, um neue Gebiete an der Ostgrenze von Treben einzunehmen und erklärt die vorgelagerten Inseln zum Protektorat.
Das neu hinzugefügte Land gibt Khalil als Kommende an den Orden des seligen Jonas zu Rhodien und tauft es Neu-Estrenar.

Nachgeheim
Graf Khalil wird für seine Verdienste um das Land Elurien zum Markgrafen ernannt. Das Fest zur Standeserhöhung findet zunächst in Lucarno statt. Danach folgt ein dreitägiges Volksfest in Santiago d’Eluria an dem der neu ausgerufene Markgraf der Bevölkerung einen Bürgergarten und eine Universität spendet.
Als erste Studiengänge werden Theologie und Rechtswissenschaften angeboten.